Geförderte Projekte

Einige Beispiele der Projekte, die der Förderverein unterstützt hat, stellen wir Ihnen hier vor.

Vermittlung

Walhai-Modell im Schloss Rosenstein

Die Anschaffung eines Walhai-Modells für das Schloss Rosenstein wurde durch die Förderung des Vereins und durch Spenden an die Gesellschaft zur Förderung des Naturkundemuseums Stuttgart für die unterstützt. Das naturgetreue Modell ist im Meeressaal im Schloss Rosenstein zu sehen.

Forschungsprojekt

Expedition in die Wüste Lut

Im November 2016 machte ein Forscherteam von 15 Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern eine Expedition in den heißesten Ort auf der Erde: „Lut Desert“ im äußersten südöstlichen Iran.  Mit dabei war der Schmetterlingsforscher und Entomologe des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart, Dr. Hossein Rajaei. Eine zweite Reise wurde im April 2017 durchgeführt. Die Forschungsreise von Dr. Hossein Rajaei in die Wüste Lut wurde von der Gesellschaft zur Förderung des Naturkundemuseums Stuttgart e.V. unterstützt.

Auf der Suche nach dem Leben in der heißesten Punk der Erde

Die Wüste Lut im äußersten Südosten des Irans ist der „Hitzepol“ der Erde. Die Temperaturmessungen an einigen Punkten der Wüste ergaben Oberflächentemperaturen bis zu 70,7° C (dies wurde im Jahr 2005 durch Messungen mit dem Infrarot-Radiometer des NASA-Aqua-Satelliten bestätigt). Bis vor kurzem glaubten Forscher, dass dieses Ökosystem zu trocken und zu extrem sei, um überhaupt Leben zu ermöglichen.

Als Prof. Hossein Akhani, Botaniker an der Teheran-Universität und Dr. Morteza Djamali, Paläoökologe vom Institut Méditerranéen de Biodiversité et d’Ecologie Marine et Continentale (IMBE), das Gebiet im Jahr 2014 bereisten, fanden sie überraschend viele lebende Tiere, vor allem Insekten, vor.

Aus den ersten Beobachtungen entstand ein ganzes Bündel von Fragen: Wie (über-) leben diese Tiere? Wie überstehen sie die extremen Temperaturen? Wovon ernähren sie sich? Schließlich fehlen in weiten Teilen der Wüste Lut Pflanzen vollständig, die im Allgemeinen am Anfang jeder Nahrungskette stehen. Um die Fragen beantworten zu können, ist zunächst eine taxonomische Bestandsaufnahme der dauerhaft in der Wüste Lut vorkommenden Tierarten notwendig, sowie ökologische Datenaufnahmen zur Bedeutung der Arten im Nahrungsnetzwerk.

Bildnachweis/Urhebervermerk: Wüste Lut, SMNS/H. Rajaei.

Vermittlung

Mammuts für den Eiszeitbereich im Museum am Löwentor

Mammutsteppe

Zwei Mammuts und das Baby-Mammut „Monti“ konnten durch die Förderung des Vereins und durch Spenden an die Gesellschaft zur Förderung des Naturkundemuseums Stuttgart für den Eiszeit-Bereich im Museum am Löwentor erworben werden. Die naturgetreuen Modelle sind nun im Lebensraum „Mammuts, Giganten der Eiszeitsteppe“ zu sehen und ein Highlight der Dauerausstellung im Museum am Löwentor.

Sammlung

Bernsteinsammlung

Durch die Gesellschaft zur Förderung des Naturkundemuseums Stuttgart wird die bestehende Bernsteinsammlung des Naturkundemuseum immer wieder ergänzt. Der Kauf der Sammlungen stellt eine große Bereicherung für das Museum dar. Bei den erworbenen Sammlungen handelt sich um Stücke mit außergewöhnlichen Einschlüssen. Darunter sind nicht nur Schaustücke mit Ausstellungswert, sondern auch und vor allem zahlreiche Stücke von hohem wissenschaftlichen Wert. Raritäten sind beispielsweise Nadeln und Zapfen von Nadelbäumen, Blüten, Schneckengehäuse, Pseudoskorpione, Spinnenläufer (ein Hundertfüßer), Kamelhalsfliegenlarve, Dipteren mit Parasiten, Insekten mit Eiablage, eine Feder und eine fossile „Sanduhr“ als einzigartige Kuriosität (mit Sand gefüllte Luftblasen im Bernstein).

Forschungsprojekt

Forschungsaufenthalt in Japan – Schneckenforschung

Dr. Ira Richling ist am Museum Spezialisten für Mollusken und ganz speziell für einige Gruppen tropischer Landschnecken. Mit Unterstützung des Fördervereins konnte sie die Forschergruppe um Dr. Yasunori Kano, Atmosphere and Ocean Research Institute, University of Tokyo, Kashiwa, besuchen, um mit ihm zusammen ein Kooperationsprojekt zur Erforschung der Verwandtschaftsbeziehungen der Neritopsina voranzutreiben. Die Neritopsina sind eine stammesgeschichtlich sehr alte Großgruppe der Schnecken, die fast einzigartig darin sind, dass innerhalb dieser einen Gruppe alle von Schnecken eroberten Lebensräume (Meer, Süßwasser, Land) erschlossen wurden und quasi alle von Schnecken prinzipiell realisierten unterschiedlichen Lebensformen entstanden (von Nacktschnecken über napfförmige Tiere zu klassisch spiralisierten Gehäusen). Frau Richling trägt innerhalb des Projektes vor allem die Expertise zu den landlebenden Formen bei, an denen sie schon verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt hat.